 |
 |
Karriere à la Neandertal
Buchautor von Kutzschenbach sieht uralte Rollenmodelle im
Berufsleben - Weitere Bücher zur Weiterbildung
von Christina Petrick-Löhr
Diversity gehört aktuell zu den beliebtesten Stichwörtern beim
Manager-Bingo. Kaum ein Großunternehmen, das sich nicht mit einem
Diversity-Beauftragten schmückt, der für die Integration von Alten,
Jungen, Ausländern, Eltern, Homosexuellen oder sonstigen
Minderheitsangehörigen kümmert. Claus von Kutzschenbach bringt das
Thema wieder zu seinen Wurzeln zurück "Frauen Männer
Management" heißt sein Buch und möchte Frauen zeigen, wie sie
sich in den immer noch männerbeherrschten Führungszirkeln behaupten
können. Bei der Ursachensuche für das Phänomen der Männerdominanz
geht der Autor weit zurück - bis in die Steinzeit -, als die Männer
noch auf die Pirsch gingen und die Frauen hinter sicheren Palisaden
die Brut pflegten. Damit werden unterschiedliches
Kommunikationsverhalten, Machtgerangel und Führungsverhalten
erklärt. Und - immer ausgehend von der Steinzeit-These - erläutert
von Kutzschenbach, wie sich eine nach Führungspositionen strebende
Frau in diesen archaischen Strukturen verhalten muß, um oben
mitzuschwimmen.
Möglicherweise ist dieser Blickwinkel etwas eindimensional, ganz
sicher aber hat er für den Leser, respektive die Leserin, auch
amüsante Aspekte.
Das Unternehmen X möchte die Möglichkeiten des Internet besser
nutzen, um seine Produkte an den Kunden zu bringen, Firma Y will die
internen Weiterbildungsangebote neu sortieren und Betrieb Z hat
Bedarf an der Entwicklung neuer Produkte. So vielfältig die
Aufgabenstellungen auch sind - der Weg zum Ziel führt heute in den
meisten Unternehmen über Projektarbeit. Dort kümmert sich ein
interdisziplinäres Team um die Lösung der sowohl thematisch als auch
zeitlich begrenzten Aufgabe. Soweit die Definition. Doch das große
Einmaleins der Projektarbeit ist eine komplizierte Sache.
Ernst Tiemeyer hat für Projektmanager und -mitarbeiter Konzepte,
Methoden und Checklisten zusammengestellt. "Projekte im
Griff", heißt sein Buch - 271 Seiten, klar gegliedert,
verständlich formuliert und durch Tabellen und Listen anschaulich
gemacht. Wer die bewältigt, ist bestens gerüstet, um Projekte
erfolgreich zu Ende zu bringen.
Hilfreich sind die Checklisten, die auf einer dem Buch
beiliegenden CD-Rom gespeichert sind. Individuell angepaßt sind sie
eine echte Arbeitserleichterung für die Projektmitarbeiter.
Der Satz ist Programm: "Mit jeder realisierten Idee wird ein
Mißstand verringert, ein Potential besser genutzt, die Leistungs-
und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens insgesamt erhöht."
Doch was auf Anhieb einleuchtend und so einfach klingt, bedarf
einer ausgeklügelten Organisation. Hartmut Neckel, selbst Berater
und Experte für Innovationsprozesse, Vorschlagswesen und
Verbesserungsprozesse, stellt in "Modelle des Ideenmanagements"
detailliert dar, wie Unternehmen diesen Bereich in den Griff
bekommen. Dabei kreiert Neckel keine neuen Wege und Konzepte.
Vielmehr erläutert er bewährte Methoden, etwa das Betriebliche
Vorschlagswesen, den japanischen Kaizen-Ansatz oder Kontinuierliche
Verbesserungsprozesse, und wie diese in unterschiedliche
betriebliche Strukturen integriert werden können.
Neckel serviert zahlreiche Grafiken, Statistiken und
Praxisbeispiele, die seine Aussagen belegen. Er gibt dem Nutzer
darüber hinaus Vorlagen für Arbeitsblätter, Pläne und Checklisten an
die Hand. Fazit: Neckels Buch ist für alle, die in diesem Bereich
tätig sind, eine grundsolide Arbeitsbasis.
|
 |