Westfälische Rundschau vom 15.12.1999
1999 wurden 334 Verbesserungsvorschläge eingereicht -
60.000 DM an Mitarbeiter gezahlt
Kaltwalzwerk Brockhaus prämiert Vorschläge
In einer Feierstunde überreichte Dr.Ing. Frank Springorum (re.) die Sonderpreise für die gestern ausgelosten Verbesserungsvorschläge von Mitarbeitern.

Eiringhausen. (mg) Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Dr. Ing. Frank Springorum, Geschäftsführer der Kaltwalz- werk Brockhaus GmbH, die Sonderpreise für die gestern ausgelosten Verbesserungs- vorschläge.
   Springorum sprach von einer "erfreulichen Entwicklung" beim betriebsübergreifenden Verbes- serungsvorschlagswesen und von der Zielvorgabe für das Jahr 2000 unter dem Titel "Ideen gestalten die Zukunft": "Wir wollen über 400 an- genommene Vorschläge haben. Wir möchten Einsparungen aus diesen Vorschlägen von über 1 Million DM haben. Wir möchten Prämien von über 100 000 DM an unsere Mit- arbeiter zahlen!"
    Seit den 70er Jahren gibt es bei Brockhaus das betriebliche Vor- schlagswesen. Seit 1992 wurde es in einer Betriebsver- einbarung fest verankert. Mitte 1998 gab die Unternehmensführung dem Vor- schlagswesen einen neuen Impuls mit einer "beschleunigten Be- schlussfassung über die Annahme von Vorschlägen und einer modera- ten Anhebung der Prämien". Hintergrund: 88 Vorschläge von 400 Mitarbeitern im Jahre 1997 waren zu wenig. Das Doppelte sollte möglich sein. Bereits Ende '98 lagen denn auch 160 Vorschläge auf dem Tisch.

    Im gleichen Jahr wurde Kalt- walzwerk Brockhaus eingeladen, an einer vom Ministerium für Wirtschaft und Mittelstand, Technologie und Verkehr des Landes NRW geför- derten Maßnahme zur Errichtung eines "betriebsübergreifenden Vorschlagswesens" teilzunehmen. Vier Betriebe setzen sich in ein "Boot", um gemeinsam eine Steigerung der Effektivität des Vorschlagswesens zu erreichen. Übrig geblieben sind heute neben Brockhaus die Firmen Diemer & Fastenrath in Lüdenscheid und Kutsch in Attendorn. Unter einem "gemeinsamen Dach", wie Springorum es ausdrückte, "erhielt unser Vorschlagswesen eine neue Qualität". 1999 wurden 334 Vorschläge abgegeben, davon wurden 304 angenommen. 1999 zahlte das Kaltwalzwerk 60 000 DM an Prämien für Verbesserungs- vorschläge. Kosteneinsparungen für das Unternehmen: über 370 000 DM. "Es beweist", so Springorum, "dass sich das Vorschlagswesen für die Firma und für die Mitarbeiter lohnt".