WIR im Juni 2001

Vorschlagswesen: Des einen Freud' - des ander'n Leid???  

 

   Attendorn. Wie bei so vielem, gibt es auch beim Vorschlagswesen Licht und Schatten. Zunächst die Sonnenseite: Die KUTSCH-Mitarbeiter sind kreativ und einfallsreich, und das Vorschlagswesen bei KUTSCH boomt wie nie zuvor!

Ziele wurden übertroffen

Das für das Jahr 2000 gesteckte Ziel von einem Vorschlag pro Mitarbeiter wurde klar erreicht - das sind über 525 Vorschläge! Während früher viele Ideen "versandeten", ist nun bereits über die Hälfte der im letzten Jahr eingereichten Vorschläge abschließend bearbeitet und umgesetzt worden. Mit Hilfe der Vorschläge wurden Arbeitsplätze gesichert, Unfallgefahren vermindert, Kosten gespart und die Arbeitsbedingungen verbessert. Auch der Anreiz, über Prämien am Unternehmenserfolg teilhaben zu können oder in einer der Verlosungen einen attraktiven Preis zu gewinnen, trug sicherlich dazu bei.


v.l.n.r.: Andreas Haase, Francesco Gemmoli, Tobias Schwane, Thorsten Stinn, Jürgen Tillmann, Günter Bender und Ralf Sinzig

Attraktive Prämien

Insgesamt wurden im Jahr 2000 über 100.000 DM an Prämien ausgezahlt. Als Hauptgewinne bei den Verlosungen gab es Flugreisen nach Mallorca, Portugal und Griechenland sowie einen PC im Wert von 2.000 DM. "Wir" gratulieren den glücklichen Gewinnern! Aber auch die Schattenseite soll angesprochen werden: Nicht immer wurden Vorschläge so schnell bearbeitet und umgesetzt, wie man sich das wünschen würde. Die Umstrukturierung im letzten Jahr, die bevorstehende Umweltzertifizierung und Prioritäten des Alltagsgeschäfts haben wiederholt dazu geführt, daß sich Vorschläge auf den Schreibtischen von Vorgesetzten stapelten und unsere Schlosser oder Elektriker nicht mit den Umsetzungsarbeiten nachkamen. Hier sind weiterhin gemeinsame Anstrengungen notwendig, damit die von den Mitarbeitern eingebrachten Ideen auch tatsächlich eine Verbesserung bewirken können, und das Unternehmen weiter nach vorne bringen.

Zusammenarbeit mit Partnern wird fortgesetzt

Auch diese Herausforderung geht die Firma KUTSCH gemeinsam mit Partnern an. Die Zusammenarbeit mit dem Kaltwalzwerk Brockhaus und der Firma difa Diemer & Fastenrath wird nicht nur fortgesetzt - der Verbund hat sich sogar auf 8 Firmen erweitert. Die Erfolge der ersten Phase des Projekts "betriebsübergreifendes Vorschlagswesen" haben die Firmen GAH Alberts in Herscheid, Brockhaus Soehne in Plettenberg, Friedrich Lohmann in Witten, HMT in Attendorn und Lenzkämper in Lüdenscheid zum Mitmachen überzeugt. Damit konnte die Basis für die gegenseitige Unterstützung deutlich verbreitert werden. Für KUTSCH wächst damit die Chance, von den Ideen der Partner profitieren zu können: z.B. durch den Austausch von Erfahrungen, den "Blick über den eigenen Tellerrand" bei gegenseitigen Betriebsbesichtigungen, und nicht zuletzt auch durch die Übertragung von Ideen aus den Partnerunternehmen auf den eigenen Betrieb.